Upcycling: Dosen schwarz-weiß

Ihr glaubt gar nicht, wieviele Stiftebehälter die Welt so brauchen kann!
Meine bunten Konservendosen finden weite Einsatzgebiete – darum möchte ich euch gerne meine letzten Weißblechversionen zeigen.

Die Anregung sprang mir diesmal beim Durchschmökern der Zeitschrift Living & More entgegen. Dort werden regelmäßig aktuelle Themen aus dem Do-it-Yourself Bereich gezeigt – und letztens eben ein paar überaus hübsche Versionen neu gestalteter Konservendosen.

Ich zeige euch mal ein Bild daraus.

_livingandmore

Dieses schwarz-weiß Thema hat mir sehr gut gefallen und da dachte ich mir, dass ich das gerne nachmachen würde …

Als Basis mag ich immer gerne die kleinen Dosen der geschälten Tomaten und die von Erdnüssen. Gewaschen, entklebt und mit Acrylfarbe gestrichen sind sie zu allem bereit.

Ich verwendete allerdings keine Reste von Tapeten und Geschenkpapier (so hübsche Reste habe ich nicht), sondern ich ging zunächst mit Washi Tape an die Dosen ran.
dosen_LM_01

Die Dosen wurden zudem innen mit dem Teddyfutter einer alten Jacke ausgekleidet. So lagern die Lieblingsstifte dann ganz weich und klapperfrei.

dosen_LM_02

Die Erdnussdose habe ich mit Tafelfolie umklebt und mit dem Etikettiergerät beschriftet. Man kann sie auch mit dem Kreidemarker bekritzeln. Wie ihr seht, nutze ich Tafelfolie nach wie vor sehr sehr gerne.

Diese Dose erhielt zusätzlich einen Mittelsteg, damit kurze Stifte darin nicht umfallen.

dosen_LM_04

dosen_LM_07

dosen_LM_09

Irgendwie habe ich am Ende vergessen, das Dosen-Trio zusammen zu fotografieren.

Aber es steht jetzt bei mir auf Arbeit, auf meinem Schreibtisch.
Vielleicht hole ich das Gruppenfoto also noch nach.
 

PS: Den Hirsch habe ich mit Transfertechnik (Acrylfarbe + Laserkopie) auf ein Holzscheit aufgebracht. Nun dient er als Buchstütze.

Nachtrag: 
Aus dem Trio ist ein Quartett geworden ….
DosenquartettDosenquartett02

Und ihr? Habt ihr euch auch schon an Dosen versucht?
Ich freue mich über eure Kommentare und komme auch garantiert auf einen Gegenbesuch bei euch vorbei.

Herzlichst
vonKarin

Und verlinken tu ich mich hiermit auf die Revival LinkParty bei art.of.66

Advertisements

DIY: Drachenhaut

Vor etlichen Wochen hat mich Die Raumfee mit ihrem Blogbeitrag vom ‚gepimpten Tablett‘ so beeindruckt, dass ich ihre Idee mit den schwarzen Drachenschuppen nicht mehr aus dem Kopf bekam. 

Und als bei uns ein neuer Papierkorb benötigt wurde, schlug mein Upcyclingherz höher und ich wusste, die Stunde der Drachenschuppen hat geschlagen.

Die Drachenschuppen sind einfache Kreise aus schwarzem Tonpapier, die ich geduldig per Hand ausgeschnitten habe. Leider hatte ich keine Kreisstanze in dieser Größe ….
drachen01
Ein im Keller vor sich hin verstaubender Diddl-Eimer (lang lang ist’s her …) erhielt einen groben Anstrich mit schwarzer Acrylfarbe als Basis. Darauf habe ich die Drachenschuppen geklebt.

drachen02
Durch die Rundung des Eimers war es anfangs recht mühsam, die Schuppen zügig zu befestigen; (als Kleber verwende ich mit Wasser verdünnten Holzleim). Ich musste immer wieder nachkleben und festdrücken … alles in allem sah es ziemlich – äh – zerzaust und fleckig aus.
drachen03

Nach etlichen Fehlversuchen kam ich jedoch schließlich dahinter, dass es am besten klappt, wenn man die Papierkreise vorher in Wasser einweicht und kurz auf einem Lappen abtropfen lässt bzw. diese abtupft. Dann ließen sie sich ohne Gegenwehr ganz einfach mit meinem Kleber aufbringen.

Schön wird die Oberfläche sowieso erst, nachdem sie lackiert wurde. Ich hatte noch einen Rest Serviettenlack, den ich satt über die Schuppen pinstelte und – siehe da –  auf einmal hatte ich schwarze Drachenhaut.

Drachen05

Drachen10

Nun musste ich noch für innen was überlegen …

Drachen04Drachen06

Da „mein“ Drache ja eine Goldschuppe hat, dachte ich, dass etwas mehr Gold durchaus passen könnte.

So nahm ich eine „Rettungsdecke“, die ich aus einem abgelaufenen Erstelhilfekasten gerettet hatte, und schnitt kleine Teile davon ab,

Drachen07

die ich neben- und übereinander in den Eimer klebte.

Drachen08

Der Effekt – echt teuer!

Drachen09

Und da ich noch ein paar Papierkreise übrig hatte,

Drachen11

wurden gleich noch drei Konservendosen mit Drachenhaut ausgestattet.

Drachen12

So, das war meine heutige Geschichte vom Drachen.
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann …..

Herzlichst
Karin

Upcycling: Mein Erinnerungs-Tablett

Seit vielen vielen Jahren schiebe ich ein Holztablett von einer Wohnungsecke in die andere, weil niemand es wirklich benutzen will; auch nicht mit dem „schicken“ grün-weißen Anstrich, den es vor ein paar Jahren – passend zum Essimmer – erhalten hatte.

tablett01

Es wurde von allen links liegen gelassen. Es war einfach zu schwer und zu unhandlich, um auf ihm Teller, Tassen und Gläser zu transportieren. 

Klar – ich hätte es einfach im Ofen verheizen können. Letzendlich habe ich das aber nicht über’s Herz gebracht, denn es hängen Erinnerungen daran. Dieses Tablett war ein Werkstückchen, das mein Mann während seiner Ausbildung als Schreiner in der Schule fertigte. (Falls es als Muttertagsgeschenk gedient haben sollte, dann waren die Mütter damals eindeutig kräftiger – oder sie nutzten Tabletts als Designobjekte im Wohnzimmer?)

Mir gefiel immer das leicht Unperfekte an diesem Teil, vielleicht ist das der Grund, weshalb es sich immer noch bei uns im Haushalt befindet  (= leicht geschwindelt, denn inzwischen war es in den Keller gewandert ….)

tablett00

Als mir neulich beim Holzholen also das Tablett wieder entgegefiel, da wusste ich auf einmal was zu tun war:

„Wenn schon Erinnerungen daran hängen, dann aber richtig!

Im Zuge der letzten Frühlingsweißmachaktion (Sonne löst bei mir oft einen Pinselschwingdrang aus) erhielt das Tablett erst mal seinen reinweißen Anstrich zurück; mit Fensterlack = Acrylfarbe auf Wasserbasis.

tablett02

Auf die Rückseite habe ich einfache Bilder-Aufhänger mit Nägelchen befestigt.tablett03

Eines der Bretter erhielt Gummibänder umgebunden (hinten geknotet). Die festen Gummibänder stammen aus entsorgten Anoraks und unserem alten Igluzelt….

tablett04

Und eines der Bretter erhielt einen Anstrich mit Tafelfarbe,
auf ein anderes wurden zwei Klemmbrett-Klammern an Schrauben eingehängt.

tablett05

Und wenn es dann an der Wand hängt, sieht es soooooo aus:

tablett06

Da die Seitenwände des Tabletts nur aus Stäbchen bestehen, musste ich eine „Kreide-Absturzsicherung“ anbringen.

Und zwar indem ich einfach ein Stückchen weiße Folie unterhalb des schwarzen Tafelbereiches aufklebte.

tablett07

tablett09

Nun hängen immer noch Erinnerungen dran,
aber viel praktischere als vorher  …

tablett19

Ich wünsch‘ euch eine schöne neue Woche!

DIY: Schmuck – aus alt mach neu

Ich trage gerne Modeschmuck. Vor allem Ketten und Ohrringe. (Nicht dass ich echten Schmuck nicht mag … >>Kopf-Schüttel

Der günstige Preis bei Modeschmuck macht es möglich, dass ich für jedes denkbare Outfit etwas Passendes zum „Behängen“ habe. Wichtig dabei ist für mich, dass kein Nickel an die Schmuckoberfläche tritt. Auf Nickel reagiere ich mit Ausschlag  :/

Modeschmuck nutzt sich jedoch recht schnell ab. Und wenn dann das minderwertige Metall bei den Halsketten rauskommt, kann ich sie nicht mehr tragen. Bei Ohrringen ist das ebenso.
 
Generell ist Modeschmuck ja nicht sonderlich haltbar. Ketten lösen sich auf, reißen ab. Ohrringe fallen auseinander, etc.
Dies läuft meiner Nicht-Wegwerf Einstellung natürlich total entgegen und deshalt fliegt bei uns „alter“ Modeschmuck nicht raus, sondern wird zerlegt und gehortet …. (nicht lachen!) …. um daraus etwas Neues zu machen.

_aaa_sammlung

Die Osterfeiertage boten reichlich Zeit für ein bisschen Kreativität im Familienkreis. Und darum haben wir drei Mädels uns an meine „Alt-Schmuck-Sammlung“ gewagt …
a

Als Neumaterial kamen lediglich einige feine Echtleder Bänder und neue Ohrringhaken vom Juwelier dazu.

Was bei dieser Aktion herausgekommen ist, möchte ich euch gerne zeigen.
Ihr werdet staunen!

Nummer 1

Kette_metall1

 

Hier habe ich an einer alte Kette ein schwarzes Lederband befestigt; die Verbindung wurde mit Glasbeads verdeckt (die waren mal an einem Bikini dran).
Mit dem Lederband habe ich somit am Hals/Nacken kein juckendes Altmetall mehr, sondern feines Leder.

kette_metall3

Als Anhäger haben wir diverse Kleinteile zu einem Perlen-Bündel mit Mini-Karabiner zusammengefasst.

Kette_metall6

Von diesen Anhängerbündeln haben wir ein paar mehr gemacht, so kann man je nach Lust und Laune wechseln. Oder auch einzelne Anhäger befestigen.

Wie zum Beispiel das Engelchen oder den Flügel.
Engel2

Beides war recht abgenutzt und ich habe sie mit etwas Silberfarbe wieder wie neu aussehen lassen. Daher sind sie die

Nummer 2

Engel-Anhänger

Ähnlich wie bei der ersten Kette sind wir auch bei der blauen – siehe unten – vorgegangen. Ursprünglich ist sie als kurze Kette gedacht. Daher habe ich einfach den Verschluss abgemacht und stattdessen ein weiches Velourlederband angebracht. Und schon kann ich sie wieder tragen.

Hier also Nummer 3

kette-blau02
kette-blau04

Unsere Nummer 4

ist ein Leichtgewicht aus einer kurzen Alukette und einem naturfarbenen Lederschnur.

Leder1lederkette03lederkette02

Und als Nummer 5
eine simple, schön lange Auffädelkette ….

kette-grün01

Die Nummer 6
ist eine Kette aus einem schwarzen Lederband mit verstellbarer Länge, 
in das ein neu zusammengestelltes Anhänger-Bündel mittels Mini-Karabiner eingehängt ist.

Leder-schwarz01

Leder-schwarz03

Und mit Nummer 7 und Nummer 8 gehen wir zu den Armbändern über.

Gemacht aus einem blauen Stoffband und Teilen aus einer Kette (Verschluss, Metallhülse)

armband-blau1

und sogar ein ganzes Set,
aufgefädelt aus Perlen, die von abgerissenen Halsketten stammen.

Darunter sind echte Türkise und Korallen, die mit diversen Anhängerchen und Rocailles auf eine Angelschnur gefädelt wurden.
Alles zusammen ums Handgelenk gewickelt, sieht echt super aus!

Armbandset2

Nummer 9 ist ein Armband mit Perlen und Motiven, die auf einem dehnbaren Faden aufgereiht wurden.

bettelarmband1bettelarmband2


Und hier ein kleiner „Unfall“ ….
wir haben mit einer Flasche Sekundenkleber gearbeitet. Diese ist zwischendurch mal umgefallen und der Kleber hat sich klammheimlich durch die Styroporauflage hindurchgeschmort …. (wir haben es rechtzeitig bemerkt und es ist nix weiter passiert).
Chemie ist also nicht ungefährlich ….

kleber-unfall

Die Nummer 10  ist nochmal eine Kette. Sie besteht einfach aus einem Streifen T-Shirt Stoff. 
Ich habe bei einem alten Shirt einfach rundherum einmal abgeschnitten.
Den Stoff dann kräftig gedehnt, damit er sich einrollt.
Dann konnte der dicke, schwere Anhänger doppelt aufgefädelt und der Stoff mittels Nadel und Faden zum Kreis geschlossen werden. Nun trägt er sich viel angenehmer als an einer Metallkette.

shirtkette2

shirtkette3

Und auch Nummer 11 ist ein Halsschmuck. Das Lederband hat die Farbe Petrol und die anderen Sachen sind eben Überbleibsel von früheren Schmuckteilen.

petrol00
petrol01

Bei der Nummer 12 handelt es sich um eine Brosche aus den 90er Jahren …. (oh wie bunt die war!).

Brosche00

Mit Metallic-Farbe (Kupfer) angepinselt und mit einem zusätzlich aufgeklebten Metallmotiv versehen, sieht sie jetzt komplett anders aus.

Brosche01

Und zuletzt bekamen meine Ohrringe in Retro-Orange auch noch einen Kupferanstrich
und sind nun die Nummer 13

Ohrringe00

Das ging ganz fix und nun trage ich ich sie wieder gerne.

Ohrringe01

Alles in Allem war es ein absolut kreativer Nachmittag, der uns viel Spaß gemacht und unsere Schmuckschatullen wieder gut aufgefüllt hat.

Schätze

Die besten Ideen beim Umarbeiten kamen dabei von meinen Mädels.
Und es hat sich wieder bestätigt, dass wir ein absolut super Team sind!

Herzliche Grüße
Karin

Gehäkelt: Mini-Turnschuhe (so-wie-Chucks)

Kennt ihr die kleinen Mini-Turnschuhe, die den großen Turnschuhen mit dem Stern nachempfunden sind? Gehäkelte Mini-Chucks. (Aufgrund des Markenschutzrechtes sollte ich sie wohl besser „Chuckies“ nennen, oder?)

Ich finde die ja supersüß und habe mich gefreut, dass es mal wieder einen Anlass gab, ein Paar davon zu häkeln.

chucky01

Ein bisschen Gepfriemel ist schon nötig, bis sie fertig sind ….

chucky02

Aber wenn man dann alle Fäden vernäht hat

chucky04

stehen sie da wie ne Eins.

Chucky03

Falls es jemanden von euch  in den Fingern juckt:
die Vorlage in Englisch „Crochet Baby Converse (klick)“ gibt es als kostenlosen Download auf Ravelry.

chucky06

Frischgebackene Mamis und Papis sind garantiert entzückt über dieses Schuhwerk.

Allerdings muss ich zugeben, die Schuhe muss man etwas in Form drücken, damit sie „gut aussehen“. Und an Baby-Füßchen halten sie auch nicht so gut. Sie fallen leicht ab, denn man will ja auch nicht zuuu fest schnüren.

              Diese Chuckies sind wohl eher was zum Ansehen und Süßfinden …

               aber auf jeden Fall was für Osternest.

ostern_0218

ostern_0418