DIY: Gestreifter Zwirn

Ist ja im Moment sehr beliebt in Selbermach-Kreisen … der Fleischerzwirn, die Wurstschnur, oder – auf Neudeutsch – auch 
Bakers Twine“ genannt.

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Ich hätte schon selbst das eine oder andere Stückchen davon gebrauchen können, doch mir jeweils eine kostspielige Rolle mit 10 oder 50 m Schnur zu kaufen … das lohnt nicht wirklich. Und ich kenne mich. Kaufe mich mir den blauen Faden, dann brauche ich für’s nächste Projekt garantiert den grünen ….

Was lag also näher, als diese Art Faden selber zu machen? Ich erinnerte mich auch, dies kürzlich auf einem Blog gesehen zu haben…. nur hatte ich vergessen, diesen zu bookmarken. Hmmm. Wo war das denn nur????

(Dass dies auf dem sehr anregenden Blog Eska Kreativ von Eska war, bin ich erst vorhin wieder darauf gekommen und habe dabei entdeckt, dass in unserer Herstellungsweise doch ein paar Unterschiede zu finden sind. Mir gefallen jedoch beide Ergebnisse gut!)

Für „meinen“ Bakers Twine nahm ich als Basis einen Rest weißes Baumwollgarn.

Als Träger wurde ein Stück dünne Pappe in 3 Lagen gefaltete, so dass am Ende ein 3-4 cm breiter Pappstreifen blieb. Diesen habe ich mit ein bisschen Klebeband fixiert, damit er sich nicht auffaltet.

Um diesen Pappstreifen wird dann das Baumwollgarn gewickelt. Schön sorgfältig, so dass die Fäden dicht nebeneinander liegen. Anfang und Ende habe ich ebenfalls mit Klebeband fixiert.

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Und nun zur Farbe.
Ich hatte noch Stoffmalstifte „übrig“ – die lassen sich sehr einfach vermalen.
Damit zeichnete ich schräge Streifen auf das Garn.
Wenden(!!) nicht vergessen.

Und weil ich mich nicht entscheiden konnte, wurde nach einem Stück von Blau auf Grün gewechselt und danach auf Orange.

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Ich war sooo gespannt, wie der fertige Faden wohl aussehen mochte …. und wickelte ihn ab.

Leider ist die Farbe nicht sehr weit in die Faser eingedrungen, so dass der Faden auf seiner Rückseite ziemlich weiß blieb.

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Darum bin ich bei dem noch auf der Pappe verbliebenen Rest nochmals mit flüssiger Stoffmalfarbe aus der Tube (was ich nicht alles so gehortet habe .. ts-ts-ts) drüber gegangen. Die dringt besser ein, musste allerdings zunächst etwas trocknen, bevor der Zwirn abgewickelt werden konnte.

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Alle 3 Zwirne habe ich zur weiteren Verwendung jeweils auf einen hölzernen Eis-Stiel gewickelt, der einen Schlitz zum Festhalten des Fadens bekam. (Ein bisschen Upcycling muss schließlich sein!)

Und voilà – hier ist meine persönliche Farbauswahl an „Karins Twine“, sozusagen.
Weitere Versuche und Farben nicht ausgeschlossen …

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Danke Eska, für diese Idee!

Tipp an alle: Schaut doch mal bei Eska vorbei – dort finden sich noch viele andere schöne Sachen, die zum Nachmachen animieren.

Herzlichst
vonKarin
Karin_flav

& Ich bin dabei auf der Revival Link Party art.of.66

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KEEP CALM AND Samstagskaffee

Heute ist mein Samstagskaffee irgendwie Rosa …

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Denn wir haben wirklich Grund für ein dickes Lächeln:
Unser „Töchterchen“ hat ihr Abiturzeugnis in der Tasche.
In Bayern!

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Gestern wurde sie mit ihrem Abiturjahrgang feierlich von der Schule verabschiedet und ins „richtige Leben“ entlassen.
Hach … nie wieder Elternabende … nie wieder Schulbücher einbinden … seufz.

Ihr hab ja keine Ahnung (oder doch??), was einem während dieser (zugegebenermaßen etwas langen) Zeremonie alles im Kopf herumschwirrt. Vor einem stehen mehr als 100 junge Erwachsene mit strahlenden Gesichtern, die dabei sind, kopfüber in einen neuen Lebensabschnitt zu springen. Voll rein ins richtige Leben. Da sitzt man da mit Herzklopfen und hofft, dass die vielen Wünsche und Hoffnungen sich erfüllen mögen.

So.
*durchschnauf*
Um mich gefühlsmäßig etwas abzulenken, hilft aber nichts besser als ein wenig Werkeln.

Also ein guter Anlass, euch heute etwas (für mich) ganz Neues zu zeigen: Magnet-Klebeband!  (Was es nicht alles gibt!)

Diesen originellen Artikel habe ich beim Holländer HEMA im Online-Shop entdeckt … und natürlich sofort bemerkt, dass mir so etwas schon lange fehlt … (geht’s euch auch manchmal so??)

Nun hab ich’s zwar … aber was macht man damit? Kühlschrankmagnete hab ich genügend.

Und so kam mir die Idee von Sarah auf „Alles und Anderes gerade Recht … denn sie hat
MAGNETISCHE BUCHZEICHEN
mit schönen Dekostoffen gemacht.

Da ich derzeit aber mehr in Richtung Papierwerkeln tendiere, habe ich als Dekor auf Masking Tape zurückgegriffen.

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Vom Magnetklebeband etwa 10-12 cm abgeschnitten, mit der magnetischen Seite nach unten auf ein Blech gelegt (so bleibt es brav liegen) und die klebende Rückseite mit Masking Tape verschönert.

Dann in der Mitte falten – dabei feste kniffen, damit es sich schön ums Papier legt. Die Unterkante noch mit der Schere in Form geschnitten.
Fertig.

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Und weil das so einfach ging, habe ich noch ein paar mehr hergestellt.
Das Magnetband ist nicht so stark magnetisch – es hält aber gut, wenn man nur 1-2 Seiten dazwischen klemmt. Das reicht ja auch.

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Aufgeklappt sehen die Buchzeichen so aus …. (am Kühlschrank hängend).
Ein bisschen wie Kinderpflaster.
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Und geschlossen so:

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So stehen sie nun in einem Döschen im Bücherregal, damit man sie immer griffbereit hat.

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Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!

Karin_flav

Papprollen Upcycling: Kabelstation

Papprollen (von Küchenrolle, Toilettenpapier, etc.) hat man immer – darum sind sie ein gutes Material für Upcycling Geschichten, wie zum Beispiel diese hier:

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Die Kabelvielfalt in der Nähe meines PCs ist ein notwendiges Übel, das sich leider nicht vermeiden lässt. Mein PC ist schon etwas betagter und verfügt noch nicht über drahtlose Verständigungs-möglichkeiten mit periphären Geräten wie Foto, MP3 Player, Navi, externer Festplatte etc etc etc. Hier geht es noch nach dem Motto: kein Kabel, keine Kommunikation.

Nachdem aus jeder Ecke meines PC-Schrankes diverse Kabelenden herauslugten, musste endlich Abhilfe her. Aber eine hübsch farbige, bitteschön.

Mit der wunderbaren Design-Papierauswahl von folia Bringmann (die ich mit dem super Materialpaket im Mai erhielt) war es nicht schwer, etwas Passendes in meinem Fundus zu finden.

Und so suchte ich weiteres Material zusammen: Papprollen, das Unterteil einer Eisschachtel, Washi Tape, Kleber, Stempel (man weiß ja nie), Stift, Schere und Wäscheklammern

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Zuerst umklebte ich die Papprollen mit Designkarton, den ich in passender Größe zugeschnitten und dann um die Papprollen geklebt habe. Mittels Wäscheklammern und Gummiringen wurden alles fixiert.

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Auch ein Teil eines Eiskartons habe ich mit Designpappe beklebt und die Kanten mit Masking Tape verklebt. Das soll die Basis für die Papprollen bilden. Dann noch die einzelnen Papprollen zusammengeklebt und wieder mit Klammern fixiert, bis der Kleber trocken war.

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Nur 5  Rollen – das schien mir dann doch etwas zu wenig. Darum klebte ich noch 3 kürzere Papprollen vor die Basis.
Und wieder alles zum Trocknen hübsch fixieren ….

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Da alle Kabel mehr oder weniger gleich aussehen, sollte natürlich von außen erkennbar sein, wo sich welches Kabel befindet. Und – juhuuu! – nun kamen auch noch meine kleinen Holzstempel zum Einsatz.

Die kleinen Etiketten werden für Übersicht sorgen!

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Nach einer Weile konnten schließlich alle Klammern und sonstigen Hilfsmittel entfernt werden ….

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und meine Kabel konnten ihr neues Zuhause beziehen.kab010

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So!
Und schon gibt’s wieder ein bisschen mehr Ordnung um mich herum.

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Damit muss ich natürlich unbedingt zu den 2 Dienstags-Events
und
Kommt doch mit zum Gucken!

Upcycling mit Altkarton

Immer wieder bekommt man Kartons und Pappen als Verpackung, die dann irgendwie doch zum Wegwerfen zu Schade sind.

Darum hier zwei Ideen für’s Upcycling
von Papier- und Pappwaren ….


1) Karton wird zu 2 Stehsammlern für Zeitschriften

Ich habe den Karton etwa in 2/3 Höhe mit einem schönen Bogen durchgeschnitten.
Die abstehenden Teile mit Kleber befestigt und mit Wäscheklammer fixiert.

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Diese beiden Sammler (ein großer und ein kleiner) wurden dann ohne großes Tamtam verziert:

– der erste mit ganz viel Masking Tape beklebt
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– der zweite mit Designpappe und Kanten aus Masking Tape verschönert

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Diese Sammler sind sehr stabil und es passt üppig was hinein. Das ist auch wichtig, denn ich sammle Wohnzeitschriften, meine Tochter „die Burda“ und unser Herr im Haus kann sich von keiner Motorradzeitschrift trennen…. Da kommt ganz schön was zusammen.

2) Eine Werbe-Mappe wird zum Unikat

Von Versicherungen oder anderen Institutionen bekommt man ja öfter mal Werbemappen, die man … entweder wegwirft oder in der Schublade versteckt.

Doch man kann sie aus dem Dornröschenschlaf wecken, indem man ihnen einfach mit buntem Papier und/oder Masking Tape zu Leibe rückt.

Wenn zu viel Werbung drauf ist, einfach ein weißes Papier darüberkleben oder hübsche Ausschnitte aus Magazinen. Ansonsten einfach mit den bunten Klebebändern austoben.
So wie hier.

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Die Vorderseite

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Die Rückseite

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Auf jeden Fall viel zu einzigartig, um in der Schublade vergessen zu werden …

Ich bin dabei
auf der Revival Link Party
art.of.66 – #86

Karin_flav

Unterwegs an Mosel und Rhein

Der Fronleichnams-Feiertag bei uns am letzten Donnerstag bot die richtige Gelegenheit für einen Ausflug über’s lange Wochenende …. und bei uns ging es in diesem Jahr an die Mosel (mit Stippvisiten zum Rhein).

Doch vor lauter Freude bei der Abfahrt ist mir was ganz Blödes passiert … ich habe doch tatsächlich meinen Foto zu Hause vergessen („mehrmals-mit-der-Hand-gegen-die-Stirn-klopf“) !!!

Andererseits war es (nach einer einstündigen Gewöhnungsphase) mal ein ganz neues Erlebnis, so ohne Foto in der Welt unterwegs zu sein …

Nun ja – eine handvoll Handybildchen und „Leihgaben“ offizieller Seiten habe ich aber dennoch für euch (und ihr könnt auch gerne auf die Links im Text klicken):

Auf dem Weg an die Mosel machten wir auf halber Strecke Halt in Speyer.
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Wir konnten uns den Kaiserdom nicht entgehen lassen und wollten zudem meinem Lieblingsfluss Rhein guten Tag sagen.

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Der Kaiserdom ist 1000 Jahre alt und gilt als die größte erhaltene romanische Kirche Europas.
Man kann dort – gegen Gebühr – auch die Krypta besuchen, in der sich die Grabstätten vieler salischer, staufischer und habsburgischer Herrscher (Kaiser, Könige, Königinnen) und einiger Bischöfe befinden.
Oke – das hatte ich mir etwas beeindruckender vorgestellt, denn es sind halt Steinsärge, die in Nischen oder im Boden eingelassen sind, jedoch ohne weitere Beschreibung, so dass man nicht so genau weiß, was/wen man gerade ansieht  (oder vielleicht haben wir’s einfach nicht gesehen??).

An der Mosel angekommen, bezogen wir ein schönes Hotelzimmer in der Nähe von Cochem. Von dort ausgehend besuchten wir u.a.

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Manchen von euch vielleicht bekannt vom alten „500 DM Schein“  (haha).
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Diese Burg erreicht man zu Fuß (ohjeh!! ich hasse Wandern), indem man vom Bahnhof Moselkern ca 5 Kilometer weit über Stock und Stein wandert …. und natürlich auch wieder zurück.
Das war ursprünglich zwar so nicht geplant, aber dennoch ein absolutes Erlebnis, da die Besichtigung dieser Burg der echte Hammer war. Geschichte zum Anfassen!

Super gut gefallen hat mir der Besuch in der wunderschönen Stadt Koblenz, am Zusammenfluss von Mosel und Rhein.

Wo diese beiden Flüsse zusammenfließen, gibt es eine Landspitze = „das Deutsche Eck“ mit dem großen Denkmal von Kaiser Wilhelm I – der Kaiser, dem die Einigung Deutschlands gelang.

Das Denkmal erinnert in der Wirkung ziemlich an das Leipziger Völkerschlachtdenkmal; kein Wunder – denn die beiden Bauwerke hatten den selben Gestalter …

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Auch sonst ist Koblenz eine wunderbar lebendige Stadt.
Beeindruckende Bauwerke und Gebäude, das schöne Rheinufer mit einer langen Promenade, das Moselufer und die lebendige Altstadt/Innenstadt mit einer großen Fußgängerzone haben uns wirklich gut gefallen.

Nachdem wir heute wieder zu Hause eingetrudelt sind bereite ich mich mal mental darauf vor, dass morgen die Arbeit wieder beginnt….

und wünsch‘ euch eine schöne Woche!

Karin_flav

DIY: Kissenschlacht

Meine Couch-Kissen waren ziemlich… naja …  unansehnlich, langweilig, platt; wie Kissen sich eben nach einiger Zeit im Intensiv-Gebrauch so anfühlen.

Also habe ich aussortiert, entsorgt, z.T. neu gekauft und nun brauchte ich noch neue Bezüge.

Beim Durchwühlen meiner Stoffbestände bin ich auch fündig geworden und habe darum einen Kissen-näh-Tag eingelegt, mit folgenden Ergebnissen:

  4x in Petrol/Grau/… Tönen

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  plus
  6 x in Grau, mit und ohne Rosen

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Leider hatte ich nicht so viele passende Reißverschlüsse vorrätig,

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daher wurde ein Teil der Kissen mit „Hotelverschluss“ genäht.
Man braucht dazu zwar mehr Stoff, geht aber fix und man spart sich das lästige RV-Einnähen oder Knopfloch-Nähen.

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Das war jetzt heute zwar kein sehr originelles Do-It-Yourself Projekt … aber wir genießen den neu gewonnenen Kuschelfaktor auf unserer Couch dafür umso mehr!

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Ein bisschen Kreativität gehörte ja auch dazu. Und weil heute schon wieder Dienstag ist, kann ich darum wieder mal beim Creadienstag mitmachen.

Bin schon gespannt, welch schöne Sachen sich dort heute wieder tummeln.
Habt’s gut!

Karin_flav

DIY: gestempelter Samstagskaffe

Ich war schon ein paar Samstage nicht mehr beim SAMSTAGSKAFFEE von Ninjassieben dabei ….
aber heute … heute schaff‘ ich es mal wieder.

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Ich habe bei der holländischen Firma HEMA BV eine kleine Bestellung gemacht und da waren auch diese (günstigen!!) Buchstabenstempel darunter. Die spuken mir schon eine ganze Weile im Kopf herum und heute konnte ich sie endlich ausprobieren.

Bei Kaffee und Sonnenschein auf dem Balkon (ok – es war ein bisschen windig …) habe ich auf Servietten herumprobiert …. denn Übung brauch ich noch …
Aber ein bisschen Unperfektheit mach ja nix.

Und ich fand, die gelbe Serviette passt soooo gut zu meiner neuen Lieblingstasse (Danke Sylke!)

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Hier sind meine neuen Stempel. Ich habe sie gleich in einen passenden Karton verpackt (aus dem Überrschungspaket von Folia BRINGMANN).

Und ganz sicher finde ich noch viele viele Sachen, die bestempelt werden wollen ….bst0

Ich wünsche euch ein wundervolles Restwochenende!

vonKarin

Karin_flav