Anhänger aus Modelliermasse *Versuchsreihe*

Anhänger05

anhänger00löerom

 

 

 Um Geschenkverpackungen und Dekogegenständen einen persönlichen Touch zu geben,
wollte ich Anhänger aus selbstgemachter Modelliermasse herstellen.

Das ist nicht teuer und bietet viel Raum für kreative Versuche.
Zunächst musste ich aber …

STEMPEL herstellen.
Aus Fimo, was sonst.

Als Vorlage dienten hauptsächlich Motiv-Knöpfe, die ich in weiche Fimo-Kreise drückte.
Dann noch backen (bei 120°C etwa 20 Minuten) und abkühlen lassen.
Danach musste ich Griffstücke finden …. Holzgriffe, alte Radiergummis, Korken und kleinen Steine – alles fand Verwendung.

Mit Sekundenkleber aufgeklebt ergaben sich nicht wirklich schöne, aber funktionale Werkzeuge:

 

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 Für diesen Mini-Stempel habe ich aus einer Stempelkasette Buchstaben entnommen
und auf ein kleines Gummistück geklebt.
 _stempel11

OK – die Stempel waren nun also fertig.

 

Und nun zur MODELLIERMASSE:
Ich wollte KEINEN Salzteig, da mir die grob-kristalline Struktur nicht gefällt. Mir schwebte etwas Feineres vor.

 Meine Suche im  www  brachte mich auf ein vielverwendetes Rezept für „Knete aus Maisstärke“ (cornstarch clay):

Dazu werden in einem Topf  2 Tassen Backsoda (Natriumbicarbonat),  1 Tasse Maisstärke und 1 1/4 Tassen Wasser verrührt und zusammen bei mittlerer Hitze aufgekocht. Unter Rühren so lange kochen lassen, bis die Masse fest wird (etwa wie Kartoffelbrei).
Sofort vom Herd nehmen, aus dem Topf auf ein Blech geben, mit feuchtem Tuch abdecken und abkühlen lassen.
Ist die Masse kalt, vor dem Weiterverarbeiten gut verkneten.

 
ERSTE VERSUCHSREIHE

Mit der Konsistenz muss man letzendlich etwas experimentieren. Im Endeffekt muss die Masse eher trocken sein, damit man damit arbeiten kann. Ist sie zu weich, bleibt sie an den Stempeln kleben und lässt sich nach dem Ausstechen nicht in einem Stück von der Oberfläche abnehmen. Man kann zu feuchte Masse jederzeit mit etwas Maisstärke verkneten und dadurch trockner machen.

 Masse mit dem Nudelholz ausrollen (Klarsichtfolie auf dem „Teig“ hilft dabei). Etwa wie bei Weihnachtsplätzchen.

 Mit geeigneten Formen ausstechen und mit den Stempeln Verzierungen aufbringen.
Oder was einritzen.
Oder erst die Verzierungen auf die ausgewellte Platte aufbringen und daraus dann mit geeigneten Formen ausstechen.

 Mit einem Stäbchen kleine Aufhängelöcher in die Anhänger drücken.

 Die gestalteten Rohlinge dann vorsichtig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen.

 

anhänger04

 

 Nun müssen sie trocknen.

Entweder Lufttrocknen (dauert einen Tag), oder im warmen Backofen trocknen lassen.
Man kann auch backen, aber dann verliert die Masse ihre schöne weiße Farbe und wird etwas dunkler.

Die Masse wird erst dann richtig fest, wenn sie komplett durchgetrocknet ist. (Mir ist die erste Ladung zu 50% zerbröselt, weil ich nicht abwarten konnte und die Anhänger schon zu früh weiterbearbeiten wollte.)

 Also, wenn die Anhänger trocken und fest sind, kann man ihnen mit feinem Schleifpapier den letzten Schliff verpassen und Kanten und Oberflächen glätten.

 

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Anmerkung: Die Masse wird am Ende wirklich gut hart.
Aber sobald Feuchtigkeit daran kommt, löst sich alles in Null-Komma-Nix wieder auf!
Also nichts vonwegen Anmalen. Will man die Anhänger farbig haben, muss man gleich die Rohmasse mit Speisefarbe oder Tinte oder was auch immer einfärben. Das sieht übrigens auch gut aus.

 Einen Rest der Modelliermasse hab ich mit dem Vakuumiergerät „eingeschweißt“ um zu testen, wie lange man sie aufbewahren kann.

 

_modelliermasse

 


Die ZWEITE VERSUCHSREIHE ist in Vorbereitung …..

 

Juni 2013 – der zweite Versuch

 Nachdem ich die Modeliermasse einige Wochen im Vakuumbeutel im Kühlschrank aufbewahrt hatte, musste ich feststellen, dass sie ziemlich flüssig geworden war. So hab ich denn – wie eim Plätzchenbacken – einfach noch Maissärke untergeknetet.

Leider hat das (oder die lange Lagerung) die Masse spröde gemacht, wie ich nach dem Trocknen feststellen musste. Die Anhänger bekamen Risse auf der Rückseite (warum nur dort??)
Versuch2-01Versuch2-02

…und deshalb zerbrachen viele davon.

Versuch2-03

Einige aber auch nicht.
Und darum habe ich nun – nach ein bisschen Schleif- und Klebearbeit – wohl genügend Deko- und Geschenkanhänger für die nächsten Monate.

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